Am 22.2.2019 fand die erste überlinger Klimademo statt. In diesem Blogpost soll ein kleiner Rückblick stattfinden mit den Dingen, die wir durch die Demo für die Zukunft gelernt haben.

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Demos in Überlingen anders als z.B. die Fridays for Future Demos in Ravensburg und Friedrichshafen aufzubauen. Wir gingen mit dem Ziel an die Sache möglichst klar, offen und konkret zu sein. Nach wie vor sind uns konkrete Forderungen wichtig, damit die Demo nicht nur eine Veranstaltung des Protestes ist, sondern auch wirklich etwas verändert. Diese Herangehensweise hat sich in unseren Augen auch voll ausgezahlt. Aber wie genau ist die Demo abgelaufen?

22.2.2019, erste Überlinger Klimademo (Foto von Lea Klier)

Die Demo

Am Busbahnhof ging es wie geplant um 14 Uhr los und es waren ungefähr 250 Menschen da. 40 Minuten lang haben wir im Demozug viel Lärm gemacht. Lautstark wurden Parolen gebrüllt bis wir auf der Hofstatt ankamen. Dort gab es ein paar Redebeiträge. Wir haben unsere Forderungen präsentiert, über die Fridays for Future Bewegung wurde ganz generell berichtet, Thomas Brandt von den Grünen hat eine Veranstaltung zum Klimawandel die am 25. April stattfinden soll beworben und der OB Herr Zeitler hat ein paar Worte gesprochen. Zusätzlich gab es noch ein bisschen Musik.

Was gut funktioniert hat

Rückblickend hat uns vor allem die Intensität der Parolen begeistert und die allgemeine Stimmung. Ständig entstanden neue Sprüche und es gab keinen ruhigen Moment. Uns freut außerdem, dass die Demo friedlich und ohne große Zwischenfälle stattfinden konnte.
Die Kooperation mit der Stadt und Polizei funktionierte ebenfalls reibungslos.

22.2.2019, erste Überlinger Klimademo (Foto von Lea Klier)

Die Probleme

Es gab jedoch auch ein paar Schwierigkeiten. Eine dieser Schwierigkeiten war aus unserer Sicht die Parole „A Anti Anticapitalista“, die ein bis zwei Mal angestimmt wurde. Das Problem was wir hier haben, ist dass diese Parole klar mit gewissen linken politischen Gruppen konnotiert wird, der Klimawandel ist allerdings etwas was alle betrifft. Wir möchten uns ausdrücklich keiner politischen Partei anschließen, da der Klimawandel einfach überparteilich behandelt werden muss.
Ein weiteres Problem hatten wir rückblickend mit der Rauchbombe, die während des Demozuges gezündet wurde. Das Problem hier ist das wir gegen die Klimakatastrophe Demonstrieren und es uns dabei an Glaubwürdigkeit nimmt, wenn wir mit Rauchbomben selber das Klima verschmutzen… auch wenn die Bilder sehr fancy waren. Als Alternative zu Rauchbomben würde sich beispielsweise Holi-Puder anbieten.
Auch die Demoroute war im Nachhinein etwas zu lang.
Das Größte Problem war aber die Werbung und unsere Kommunikation zu anderen Schulen. Wir haben, was die Werbung betrifft, viel auf die Mundpropaganda, Sozial-Media und die Fridays for Future WhatsApp Gruppen gesetzt. Viele Schüler klagten aber darüber, dass die Informationen nicht bei ihnen ankamen.

Unsere Lösungsversuche

Um bei der nächsten Demo möglichst viel besser zu machen, möchten wir vor allem an der Kommunikation und Werbung arbeiten. Beispielsweise möchten wir Plakate an den Schulen verteilen und gezielt Schüler ansprechen, damit die Infos weitertragen werden. Beim Demostart wollen wir außerdem noch einmal erwähnen, dass bitte keine Parolen wie „A Anti Anticapitalista“ angestimmt werden und bitte darauf geachtet wird, keine unnötige Klimabelastung, durch z.B. Rauchbomben zu verursachen.

Falls es noch weitere Kritik oder irgendwelche Verbesserungsvorschläge gibt, freuen wir uns, wenn uns diese mitgeteilt werden. Hierfür bietet sich der Kommentarbereich unter diesem Post oder eine der anderen Kontaktmöglichkeiten an.

Zu guter letzt als kleiner Teaser: Wir haben Videoaufzeichnungen von unserer ersten Demo gemacht und wir sind gerade dabei ein kleines Recapture Video zu Produzieren, dass in ein paar Tagen auf dieser Webseite veröffentlicht werden soll.

Demobilder (Fotografin: Lea Klier)