Der 29.11 war für mich ein recht emotionaler Tag. Bereits um 6:00 Uhr aufgestanden war ich direkt voll Energiegeladen, und in Überlingen angekommen ging diese Energie erstmal ein stückchen Dank des Regens flöten. Doch zum Glück hatten die anderen dennoch eine mega gute Laune so das ich mir dachte „gut dann ziehen wir es halt so durch“. Als ich kurz vor beginn der Demo gesehen habe wie der Busbahnhof sich langsam füllt,war meine Motivation am höchsten ich ging direkt ganz nach vorne, schnappte mir ein Megafon und fing an die Menschen zu motivieren. Die gesammte Demoroute ging eine unglaubliche Energie in mir durch, ich hatte das gefühl wir könnten die Bewegung sein die Geschichte schreibt.

Als wir an der Hofstatt ankamen linderte sich dieses Gefühl stark, wir bekamen die Streikzahlen und ich war enttäuscht, aber habe immernoch mit aller Kraft versucht die Menschen die da sind da zu behalten. Leider aber verringerte sich die Zahl immer mehr und meine Stimmung wurde immer bedrückter.

Und schließlich kam meine Abschlussrede die meine Emotionen noch mehr hat hochkochen lassen, ich war wütend als ich die Rede gehalten habe im selben Moment aber auch tief traurig. Was auch Madlen bemerkte und mich nach meine Rede direkt in den Arm nahm. Ich habe versucht stark zu bleiben, aber das war schließlich der Moment in dem ich nichts anderes als absolute Hoffnungslosigkeit verspürt habe, und gleichzeitig habe ich gemerkt das ich nicht der einzige bin dem es so geht.

Fridays for Future ist für mich inzwischen mehr geworden als einfach jeden Freitag zu streiken, es ist manchmal das einzige was mich überhaupt dazu ermutigt weiterzumachen, weiterzumachen mit den Demos, aber traurigerweise auch das was mich ermutigt meinem Leben nicht einfach ein Ende zu setzten.

Bildergalerie

Der Anfang

Während der Demo

Bühne und Menschen

Vielen Dank an Lukas Höhn, Matthias Hoppe und all die anderen Fotografen für die tollen Bilder!